Passt doch

Es ist 18h und die Bonner Bar The Waiting Room öffnet. Von außen ist sie kaum zu erkennen; man muss schon wissen, dass hier in Räumen im Stil der 20er Jahre Cocktails gemixt werden. Die Bar ist in dunklen Tönen gehalten. In diesem Ambiente konnte ich in den letzten drei Wochen Polaroids meines Photoprojekts Artists After Work hängen.

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Die Bilder sind vergrößert auf 80 x 80 cm, auf Photopapier gedruckt und hinter mattem Acryl aufgezogen. Es hingen zwei unterschiedliche Sets von Portraits in den drei Wochen in der Bar. In meinem letzten Post Manchmal ist größer doch besser findet sich auch schon eine kurze Beschreibung zu dieser Ausstellung.

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Diesmal stehen die Gäste der Bar photographisch im Mittelpunkt. Am letzten Mittwoch portraitierte ich mit einer Polaroid Kamera einige von Ihnen mit ihren Drinks jeweils vor einem der vergrößerten Polaroids. Wie beim Projekt Artists After Work unterschrieben sie ihr Bild und fügten die Uhrzeit hinzu. Ich machte jeweils nur ein einziges Bild von jedem. Wurde es gut, dann findet es sich hier in diesem Post oder aber auf Instagram polaroid.art.photography .

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Es ist inzwischen Mitte November, es wurde kälter, die Temperatur fiel auf null Grad an diesem Abend und die Kleidung vieler Besucher hat sich dem angepasst; sie ist durchgehend dunkler und die Farben gedeckter, nicht so farbig, als dies im Sommer der Fall wäre.

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Ich photographierte mit einer Polaroid SX70. Das Blitzlicht hat durchgängig einen leichten Blauüberhang und kam von einem externen Stabblitz von BRAUN, ebenso aus den 70er Jahren wie die Kamera.

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Diese leichte Blautönung und das dunkle Ambiente in der Bar verdrängten deswegen auf den Bildern jegliches warme Licht. Die sanfte und warme Beleuchtung in der Bar verschwindet einfach auf den Bildern.

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Die Aufnahmen unter solchen Bedingungen sind typisch für Bilder einer Polaroid Kamera. Die Person in der Mitte des Bildes wird scharf herausgeblitzt, alles andere verschwindet in der Dunkelheit.

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Die Darstellung auf Polaroid Bildern ist immer, immer anders, als wie im ‚richtigen‘ Leben wahrgenommen.

 

 

 

Manchmal ist größer doch besser

Ausstellung ‚Artists After Work – An Analog Love Affair‘ in der Bonner Bar TheWaitingRoom

Polaroids sind ungemein praktisch; sie passen in die Jackentasche, verschütteter Kaffee oder Cola machen ihnen nichts aus, man kann sie beschreiben, aufhängen und noch – wie in alten Zeiten – in ein Photoalbum kleben. Man kann sie allerdings nicht einfach duplizieren oder gar vergrößern. Es gibt kein Negativ.

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Man kann sie zwar leicht scannen und dann brauchbar bis zu DIN A4 vergrößern. Das Abenteuer fängt aber an, wenn man sie auf 80 x 80 cm (vom image/Spectra Film) oder auf 100 x 80 cm (vom SX70 Film) vergrößern möchte. Und, das ist das Entscheidende, ohne das Bild durch digitale Bearbeitung zu verändern.

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Einige Monate hat es gedauert, bis ich sowohl eine gute digitale Kopie (mit je nach Bild 300 – 500 MB) hatte, als auch die ersten Drucke auf Photopapier und unter Acrylglas vorlagen.

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Und? Es wirkt!

Hier sind es die Portraits aus dem Polaroid Projekt ARTISTS AFTER WORK.

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Sowohl die Ausstellung in Berlin in der Lobby des 5 Sterne Hotels Sofitel Kurfürstendamm als auch im Moment in einer der besten Bars in Deutschland, The Waiting Room Bonn, die Portraits der Musiker, die ich direkt nach ihrem Auftritt backstage mit einer besonders großen Polaroid Kamera aufnahm, sind in dieser Größe eine besondere Augenweide.

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Manchmal ist größer doch besser ….

Die Ausstellung in der Bonner Bar The Waiting Room wurde um eine Woche bis zum 25.11.2018 verlängert.

 

 

 

 

 

Sommernacht

Es war in einem Juli, schwül-warm, die Luft diesig und gegen 22 Uhr schon so dunkel, dass die Beleuchtung am Hafen eingeschaltet war. Das Wasser war spiegelglatt und die Schiffe lagen ruhig im Wasser.

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Das Licht der Laternen war orange und – so vermute ich mal – von Natriumdampf Hochdrucklampen erzeugt. Kein Lüftchen ging und es war still.

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Ich hatte keine Ahnung, wie sich dies mit der Chemie des Polaroid Films entwickeln würde. Also probierte ich es aus.

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Die Aufnahmen machte ich aus der Hand. Die Belichtungszeit betrug wohl zwischen einer halben und einer Sekunde. Und wie immer bei sich schnell verändernden Lichtverhältnissen gab es keine Möglichkeit, die Aufnahmen zu wiederholen. Als ich die Ergebnisse sah, war das Tageslicht bereits verschwunden.

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Polaroid Art Book ‚Artists After Work – An Analog Love Affair‘

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Wenn man ein Photoprojekt über einen längeren Zeitraum gestaltet, dann  steht spätestens am Ende immer die Frage, was mit den Aufnahmen geschehen soll. Die Arbeiten sollen ja von anderen gesehen und – natürlich – bewundert werden.

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Mein Photoprojekt galt den Emotionen von gut 100 Musikern aus aller Welt. Gut ein Jahr konnte ich mich ihren Emotionen photographisch nähern. Künstler, die Musik erschaffen und uns mit ihrer Musik betören, berauschen, bezaubern, auf jeden Fall erregen, standen in einem sehr intimen Moment vor meiner Kamera. Sie ließen es zu, dass ich sie direkt nach ihrem Auftritt backstage portraitierte. Sehr offen und vertrauensvoll gaben sie mir die Möglichkeit, einen ungeschminkten Blick in ihre Seele zu werfen. Künstlerisch habe ich diese Momente mit der außergewöhnlichen Polaroid Kamera MACRO 5SLR interpretiert.

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Mein Photokunstband sollte nun in seiner graphischen Gestaltung den Emotionen der Musiker sowie meinen  Erlebnissen während des Projekts Ausdruck geben. Ich schaute mir eine Unzahl von vergleichbaren Photobüchern an und holte mir schließlich Rat bei Leuten, die schon so einige sehr gute Bücher hergestellt haben.

In dem Buch zeige ich über 100 Polaroidbilder und erzählte mit sieben Stories, wie sich das Projekt entwickelte, auf welche Herausforderungen ich stieß und was ich backstage mit den Musikern erlebte.

Jetzt ist ‚Artists After Work – An Analog Love Affair‘ fertig.

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Zu bestellen ist ‚Artists After Work – An Analog Love Affair‘ direkt bei mir in meinem Online Shop.

Ich wünsche viel Vergnügen und eine spannende, emotionale Entdeckungsreise.

 

 

Polaroid Ausstellung in Berlin eröffnet

Am Wochenende wurde eine Photoausstellung in der Art Gallery des Sofitel Hotel Berlin am Kudamm eröffnet.

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Es hängen dort nun für drei Monate Bilder, die ich in den letzten Jahren mit verschiedenen alten Polaroid Kameras machte. Es sind zum einen Aufnahmen aus meinem Portfolio. Zum anderen werden dort die Portraits von Musikern gezeigt, die ich im Rahmen des Projekts ‚Artists After Work – An Analog Love Affair‘ im letzten Jahr machen konnte. Die Musiker habe ich jeweils direkt nach ihrem Auftritt mit einer besonders großen Polaroid Kamera backstage portraitiert. Der Photokunstband des Projekts ist im Moment nur im Sofitel sowie der Berliner C/O Art Gallery als auch bei mir direkt zu bekommen. In Kürze gibt es ihn auch im Buchhandel. Und in ein paar Tagen stelle ich dieses Buchdruckkunstwerk auch hier in meinem Blog vor.

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klein ganz groß

Polaroid Bilder für die gängigen alten Kameras haben in aller Regel ein kleines Format; sie sind ungefähr 10×10 cm oder etwa 8,5×10,5 cm. In Ausstellungen werden sie fast immer im Original und damit in dieser Größe gehängt. Als Betrachter tritt man ganz nah heran und hat das Bild für sich allein; den anderen Betrachtern versperrt man in dem Moment nämlich die Sicht.

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Für die Ausstellung im Berliner Sofitel Hotel am Kudamm vom 15.4. – 15.7.2018 wurde ich nun gebeten, sie so groß zu zeigen, dass sie auch in der Hotel Lobby gut zu betrachten sind und ihre Wirkung besser entfalten. Also habe ich sie vergrößern lassen.

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Alle Bilder sind nur vergrößert. Sie sind nicht mit Software bearbeitet. So wird wunderbar sichtbar, dass das Bild aus einer chemischen Paste besteht, fast wie ein Gemälde. Der raue Charakter von Polaroid Bildern zeigt sich so noch viel besser. Und um den jeweiligen Charakter der Motive zusätzlich zu unterstreichen, habe ich sie auf unterschiedliche Materialien ziehen lassen, unterschiedliche Rahmen gegeben oder auch ohne Rahmen nur hinter Acryl aufziehen lassen.

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Schaut mal vorbei, in Berlin …..

 

 

 

 

 

 

Artists After Work – An Analog Love Affair

Mehrere Monate habe ich diesen Moment mit Unterstützung von Medienprofis vorbereitet. Heute begannen die Drucker, diese Arbeit sichtbar werden zu lassen.

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Der Kunstband erzählt die Geschichte meines Polaroid Portraitprojekts „Artists After Work – An Analog Love Affair“. Es zeigt eine Auswahl von Bildern, die entstanden sind aus tausend Emotionen von gut hundert Musikern aus 25 Ländern und den denkbar unterschiedlichsten Musikstilen.

Gut ein Jahr habe ich mich immer wieder den Emotionen von Musikern photographisch genähert. Sie ließen es zu, dass ich sie direkt nach ihrem Auftritt backstage portraitierte. Sehr offen und vertrauensvoll gaben sie mir die Möglichkeit, einen ungeschminkten Blick in ihre Seele zu werfen. Künstlerisch habe ich diese Momente mit der außergewöhnlichen Polaroid Kamera MACRO 5SLR interpretiert.

Und jetzt wird ein Kunstband daraus. Gedruckt wird er von Dr. Cantz´sche Druckerei Medien GmbH, einem Unternehmen der Wurzel Mediengruppe. Und die wunderbare Arbeit macht Christoph Walter mit seinem Druck – Team. Von ihm sind auch diese beiden Aufnahmen.

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Der Photokunstband kommt Mitte April in den Handel. Und Mitte April beginnt auch die erste einer Reihe von Ausstellungen von Bildern sowohl aus diesem Buch als auch  weiteren Aufnahmen aus meinem Portfolio. Drei Monate hängen die vergrößerten Polaroids, vergrößert auf 80 x 80 cm  bzw. 100 x 80 cm, zum Auftakt der Ausstellungsreihe in der Lobby des 5 Sterne Hotels Sofitel Berlin Kudamm . Gleich nach Ostern wird die Ausstellung vom Sofitel im Internet beworben und auch hier an dieser Stelle gibt’s dann mehr Infos .

 

 

 

Update 2018

POLAROIDS verbleichen

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                 Abgedeckt       —      Tageslicht ausgesetzt

Ich werde immer wieder gefragt, wie stark denn POLAROID Bilder ausbleichen.

Vor bald einem Jahr hatte mich dies auch der Bassist Fritz Roppel gefragt. Wir machten also zwei Portraits. Ein Portrait legte ich vor Tageslicht geschützt weg. Das andere stellte ich ins Bücherregal. Es war also dem normalen Umgebungslicht in meinem Zimmer ausgesetzt. Von Sonnenlicht wurde es nicht beschienen. Und das Ergebnis: Das Bild (rechts) verlor in fast einem Jahr an Brillanz und zeigt nun die Polaroid-typische, ich nenne es mal, Patina.

 

POLAROID Art Workshops 2018

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Zusammen Neues auszuprobieren und zu experimentieren macht einfach Spaß. Auch in diesem Jahr biete ich wieder Workshops mit alten POLAROID Kameras an.

Entdeckt eine alte Technik neu!

Ziel des Workshops ist es, die Teilnehmenden mit der Kameratechnik vertraut zu machen und sie anzuregen, spielerisch Kunstwerke zu erschaffen. In mehreren Arbeitsblöcken ist sehr viel Raum für das Experimentieren mit der POLAROID Kamera gegeben. Dazwischen wird die erforderliche Theorie zu Technik und der Geschichte von POLAROID vermittelt. Smartphone mit Kamera oder digitale Kamera sind mitzubringen. Soweit vorhanden, bitte eigene alte Polaroid Kameras / alte Polaroidbilder mitbringen.

Anmeldungen bitte direkt bei den Veranstaltern.

23.Juni 2018 Bonn Anmeldung

29./30. Juni 2018  Köln Anmeldung

Ich freue mich wieder auf viele neugierige Teilnehmer.

 

POLAROID Art Portrait Project

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Im letzten Jahr habe ich mit einer sehr speziellen, großen POLAROID Kamera gut 100 Musiker aus über 25 Ländern direkt nach ihrem Auftritt portraitiert. Im Moment arbeite ich mit Unterstützung von Designern an einen Photokunstband. Er wird Mitte April 2018 im Handel sein. Vorher poste ich aber dazu noch Details. Ich hoffe, der Bildband wird Euch gefallen.

 

Soweit, Euch allen ein gutes Jahr!

Tom

 

Schneefall

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Der erste kräftige Schnee fiel heute um die Mittagszeit. Und es war genug, um die Landschaft weiß zu bedecken. Mit der POLAROID Image ProCam bin ich, als der Schnee liegenzubleiben schien, hinaus in das Schneetreiben, habe Aufnahmen gemacht und bin nach einer guten halben Stunde wieder Richtung warmer Wohnung.

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Eine POLAROID Kamera ist bei solch einem Wetter sehr anfällig. Ihr Inneres ist kaum gegen Feuchtigkeit geschützt. Ich hatte die Kamera um den Hals gehängt und sie nur mit einem Küchenhandtuch eingeschlagen. So blieb der Schnee fern und ihre Temperatur konstant. Für Aufnahmen nahm ich das Tuch beiseite und schützte sie danach gleich wieder damit. Die Kamera sollte man nicht direkt der Feuchtigkeit, also Schnee oder Regen, aussetzen. Vor allem aber auch nicht der Feuchtigkeit, die sich in und an der Kamera bildet, wenn man sie etwa unter die warme Jacke steckt.

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Die Kamera habe ich also die gesamte Zeit in der Kälte belassen. Hätte ich sie etwa unter die Jacke und damit in ein wärmeres Klima gebracht, hätte sich schnell Kondenswasser in der Kamera gesammelt, die Linse wäre beschlagen und sie wäre auch nicht sofort wieder einsatzfähig geworden; ähnlich einer Brille, die bei Temperaturschwankungen beschlägt.

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Die Aufnahme entstand mit Blitz aus einer Entfernung von gut 75 cm zu den noch grünen Blättern in einem Moment mit geringem Schneefall.

 

Das POLAROID Bild ist nun wiederum nicht feuchtigkeitsanfällig. Aber die Temperatur um null Grad lässt das Bild bläulich werden. Diesen Effekt wollte ich nutzen und habe dies dadurch unterstützt, dass ich die Bilder nur in die kalte Außentasche der Jacke steckte. Hätte ich das Bild etwa unters Hemd, wo es in ein Klima der Körperwärme gekommen wäre, getan, dann wäre es sehr wahrscheinlich wegen der hohen Körpertemperatur eher rotstichig geworden. Das könnte durchaus auch gute Effekte bringen; etwas für’s nächste Mal ….

Mit dem Einbruch der Dunkelheit waren die Temperaturen wieder bei 5 Grad und die weiße Pracht für heute dahin.